Kirchenfenster

Konzept der Künstlerin

Die schwierige Aufgabe für Frau Santarossa war, drei relativ große und sofort sichtbare, aber letztlich architektonisch nicht notwendige Fenster zu gestalten. Dabei sollten die drei Fenster, die durch breite Mauerstürze voneinander getrennt sind, zu einer Einheit zusammengebunden werden. Das ist durch die Anordnung des Steinkreises erreicht worden.

Die Künstlerin hat sich durch den Namen der Kirche und durch die geographische Lage Bremens leiten lassen. Habenhausen als Ort am Deich, in der Nähe des Stromes, aus der Sicht einer Berlinerin nahe an der See. Dazu der Fischer Simon Petrus. Das hat Assoziationen geweckt, deren Spuren sich in den Fenstern finden. Große Glasscheiben sind wellenförmig zugeschnitten. Blau oder grünlich wie das Wasser, weiß wie die schäumende Gischt und wie die Wolken, die sich auf dem Meer spiegeln. Dazu maritime Fundstücke als Andeutung einer Verbundenheit zwischen Habenhausen und Kapernaum, zwischen Weser und See Genezareth, zwischen Fischern und Menschenfischern. Aber auch als Symbol für Bremen und seine Leute – jedenfalls aus Berliner Sicht.

Petrus heißt „Fels“. Fragmente, Bruchstücke, Steine bilden ein aus der Nähe chaotisches, aus der Ferne betrachtet, höchst geordnetes Rund inmitten der Wasser- und Meeressymbolik.

„Von der Architektur erinnert mich diese Kirche
 an normannische Dorfkirchen“
Hella Santarossa

Einfach. Nördlich. Nahe dem Wasser. Das hat die Künstlerin öfter gesagt. Außerdem war der Eindruck wichtig, den sie gewonnen hat, als sie einmal eine Stunde im Foyer vor der Kirche saß. Viele Leute, die aus und eingehen. Unterschiedlichen Alters. Höchst verschieden in der Art ihres Bezugs zum Gemeindezentrum. Laute und leise. Hektische. Gemessen-ruhige. Verweilende und Eilende. Eine Stunde Beobachtung haben dieses Bild evoziert: Viel Gewusel in der höheren Ordnung. Und dieses Bild hat den Steinkreis geformt.

Jens Lohse

 

 

 

 

 

 

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