Ev. Kirchengemeinde Arsten-Habenhausen - Bremen

 

Eröffnung der Kinderbibelwoche, 25. März 2012

Monday, March 26, 2012 12:06:00 AM Categories: Familiengottesdienste in Habenhausen

Predigt zur Eröffnung der Kinderbibelwoche, 25. März 2012

Gott hat diese Erde gemacht, damit wir in einem Paradies leben.

Manchmal ist unser Leben ein Paradies. Aber oft nicht. Manchmal sind wir einfach nur glücklich. Oft nicht.

Diese alte Geschichte aus der Bibel vom Paradiesgarten ist unsere Geschichte. Das ist kein Märchen, das uns nichts angeht. Das ist unsere Geschichte! Denn wir sind Adam, der in diesen Garten gesetzt ist. Was interessiert uns irgendein Märchenadam, der vor 6000 Jahren gelebt hat! Diese Geschichte ist unsere Geschichte. Denn wir sind Adam. Wir sind in den Garten gesetzt und wir sollen da nicht faul rumsitzen, sondern ihn „bebauen und bewahren“.

So. Jetzt sind wir da. Du und ich. Und diese Erde IST ein Paradies. Sie hat alles, was wir brauchen. Sie hat nicht nur, was wir brauchen, sondern sie hat genug für alle Menschen. Es muß definitiv niemand verhungern und es muß niemand auf schöne Sachen verzichten. Es gibt genug zu essen, herrliche Sachen, die lecker schmecken, es gibt Wasser die Fülle, es gibt Edelsteine, damit du dir Schmuck machen kannst und sogar sehr gutes Gold. Es muß niemals Krieg geben wegen solcher Dinge oder Ungerechtigkeit. War Gott geizig? Hat er irgendwas für sich behalten? Hat er irgendwas nicht gegeben, was wir brauchen? Ach, hör auf: Diese Erde ist ein Paradies!

Nun müssen wir nur aufpassen, dass wir Gottes Garten gut pflegen und ihn  nicht kaputt machen! Wie macht man überhaupt ein Paradies kaputt! Könnten wir das Paradies kaputt kriegen?

Adam hat’s geschafft. Und ich fürchte, wir schaffen das auch. Aber wir können ja lernen von den Fehlern, die er gemacht hat!

Also: Es gibt ein Verbot. Es gibt etwas, wovon Gott nicht will, dass Adam es tut. Also wäre es doch clever, wenn er die Finger davon ließe, oder?

Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm ißt, musst du des Todes sterben.

Das Leben im Paradies ist zuende, wenn wir anfangen Dinge zu tun, die Gott nicht will! Für das Paradies sind wir gestorben in dem Moment, wo wir Gottes Gebot brechen.

Gott hat zu Adam gesagt: Iß nicht von diesem einen Baum. Alles andere. Aber DAS tu nicht!

Jetzt käme es drauf an, einfach auf Gott zu hören. Das ist auch heute so. Es wäre diese Erde ein Paradies, wenn wir auf Gott hören würden. Ihr wißt, was ich mit hören meine: Tun, was er sagt. Und nicht tun, was er verbietet.

Dem Adam hat er verboten, von diesem besonderen Baum zu essen. Uns hat er andere Dinge verboten. Wir sollen nicht stehlen. Nicht ehebrechen. Am Sabbat nicht arbeiten. Ihr kennt die Gebote. Adam hatte es gut: Er war ein einziger Mann und er hatte nur EIN Gebot, dass er halten mußte. Er hat’s nicht getan. Aber wir halten unsere Gebote ja auch nicht.

Wir sind kein bisschen besser, als Adam: Auch wir wollen irgendwie nicht mehr die unmündigen, unschuldigen und gehorsamen Kinder Gottes sein. Wir wollen tun, was wir für richtig halten. Selbst bestimmen! Und genau damit sind wir gestorben für’s Paradies.

Adams Geschichte ist unsere Geschichte. Aber die Predigt heute kann nicht enden ohne eine Überraschung. Denn wir finden uns vielleicht damit ab, dass die Erde kein Paradies mehr ist. Gott findet sich nicht damit ab! Für Gott macht diese Erde keinen Sinn, wenn sie nicht der Garten Eden ist. Er ist auch nicht damit zufrieden, dass es hin und wieder mal glückliche Momente gibt. Gott hat diese Erde gemacht, damit wir auf ihr in einem Paradies leben können!.

Wodurch kann diese Erde wieder zum Paradies werden? Jetzt sagt nicht: Wenn wir uns alle anstrengen und nun doch noch tun, was Gott will! Durch Gehorsam ging es leider nicht. Adam war ja nicht gehorsam. Und wir sind es auch nicht. Wenn alle Menschen tun würden, was Gott will, dann wäre das Paradies ganz bestimmt da, sicher. Ganz bestimmt.

Aber sie tun es nicht. Vielleicht halten sich manche an die Gebote. Vielleicht sogar viele. Und das wäre ein Segen. Aber niemals alle. Nicht ´mal die Mehrheit.

Deshalb hat Gott einen anderen Weg überlegt. Da geht es um Vertrauen. Diese Welt kann zum Paradies wieder werden, nicht, wenn ihr tut, was Gott sagt, das schaffen wir vielleicht nicht. Die Welt verwandelt sich, wenn du anfängst, zu glauben. Sie wird wieder zum Paradies, wenn du Vertrauen gewinnst und ein Kind Gottes wirst. Das ist ein großes Geheimnis, denn das sehen nur die, die glauben. Deshalb: Wenn du Gott nicht glauben kannst, dann denkst du jetzt: Was erzählt der da für´n Quatsch! Aber wenn du glauben kannst, wenn Gott dir Glauben schenkt durch den Heiligen Geist, dann verwandelt sich diese Welt für dich in das Paradies Gottes und du siehst eine schöne Welt vor dir und ein schönes Leben.

Wer nämlich glauben kann, der ist wie verwandelt. Kein Miesepeter. Sondern einer, der die Welt schön findet. Aber hab Vertrauen und Glauben auch, wenn du sündigst und Gottes Gebote brichst. Adam ist aus dem Paradies rausgeflogen, weil er getan hat, was Gott nicht wollte, du sollst im Paradies bleiben, auch, wenn du sündigst, weil du ihm glaubst und Vertrauen zu ihm hast.

Das Paradies ist nicht im Himmel. Es ist auch nicht an einem fernen Ort. Das Paradies ist diese Welt, da wo du lebst, wenn du Vertrauen hast zu Gott.

Es gibt ein Zeichen für das Vertrauen zu Gott. Dies Zeichen ist das Kreuz Jesu. Glaubst du, dass Gott stark und mächtig ist, mächtiger, als der Tod? Glaubst du, dass Gott wegen deiner Sünden dich nie mehr aus dem Paradies werfen wird, weil Jesus sie für dich bezahlt hat? Glaubst du, dass Gott dir die Kraft geben wird, zu einem neuen Leben auf zu stehen, einem Leben als Kind Gottes, einem Leben, in dem du geführt wirst vom Geist, der lebendig macht?

Wenn du glaubst, dann bist du schon im Paradies und wirst auch nie wieder heraus müssen. Am Kreuz Jesu hat Gott die Tür zum Paradies wieder aufgeschlossen für alle, die glauben!

Amen.  

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