Ev. Kirchengemeinde Arsten-Habenhausen - Bremen

 

Bericht der Gemeindeversammlung vom 27. Mai 2018

Bericht aus dem Kirchenvorstand

Vorbemerkung:
Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Verkündigung des Evangeliums durch Wort und Musik, der Unterricht und die Seelsorge. Ergänzend treten kulturelle Angebote hinzu, durch die Menschen aus der Region und aus der Stadt Zugang zu unserer Gemeinde finden. Das Habenhauser Schaffermahl und das Johannesbrot sind hier vor allem zu nennen. Als Gemeinde kümmern wir uns zudem um die Menschen, die uns anvertraut sind. Neben den Gemeindegliedern gehören dazu auch Menschen, die unter unserem Dach Schutz und Hilfe suchen. Für diese vielfältigen Arbeitsbereiche braucht es qualifiziertes Personal und viel ehrenamtliches Engagement. Und wir brauchen Räume, in denen diese Arbeit stattfinden kann. Natürlich muss in diesem Zusammenhang auch über Geld gesprochen werden. Allerdings halte ich es für falsch, Gemeindearbeit ausschließlich unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten. Wie sehr sich die Arbeit für das Miteinander als Gemeinde lohnt, darüber gibt uns keine Bilanz Auskunft. Neu lernen müssen wir den Aufbau von verläßlicher Bindung. Die Volkskirche hat viel von ihrer Bindekraft verloren. Die Aufgabe, die sich stellt, ist nicht zuerst eine finanzielle, sondern eine geistliche. Die Bindung, die Gott zu jedem und zu jeder von uns hat, entfaltet dann ihre ganze Kraft, wenn wir im Namen dieses Gottes als Gemeinde miteinander verbunden sind. Neben dieser Vision braucht es aber auch eine kritische Bestandsaufnahme, also den Blick auf Zahlen, Daten und Fakten.

 

  • Zahlen, Daten, Fakten
    Beginnen möchte ich mit den Amtshandlungen. Im vergangenen Jahr wurden 47 Personen getauft, deutlich weniger als in 2016. Mit 9 Trauungen hatten wir nur knapp ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. 52 Jugendliche wurden konfirmiert; auch hier ist die Tendenz rückläufig. Deutlich gestiegen ist mit 89 Menschen, die aus der Mitte unserer Gemeinde verstarben, die Zahl der Bestattungen. Im Vergleich zu den Erdbestattungen haben die halbanonymen Bestattungen auf unserem Friedhof deutlich zugenommen. 84 Gemeindeglieder sind aus der Kirche ausgetreten. Auch diese Zahl liegt über der des Vorjahres. Gleichgeblieben ist die Zahl derer, die in die Kirche eingetreten sind.
    Am 1. Juli 2017 hatte unsere Gemeinde insgesamt 6.730 Mitglieder. Damit hält der Trend, dass wir kleiner werden, unvermindert an. Nun befinden wir uns schon mehrere Jahre unter der Zahl von 7.000 Gemeindegliedern. Diese Zahl ist insofern wichtig, da ab 7.000 Gemeindegliedern unserer Gemeinde 2 ½ Pfarrstellen zuständen. Insofern besteht mit dem Sinken unter 7.000 Gemeindeglieder kein Anspruch mehr auf eine ½ Pfarrstelle. Dass die Landeskirche unsere pastorale Ausstattung unangetastet lässt, nehmen wir dankbar an.

    Kehren wir zurück zur aktuellen Zahl unserer Gemeindeglieder. Aus der aktuellen Zahl unserer Gemeindeglieder in Höhe von 6.730 ergab sich aufgrund eines entsprechenden Umrechnungsschlüssels ein Personalpunktesoll von insgesamt 76 Personalpunkten für das Jahr 2018. Die Personalpunkte verteilen sich wie folgt:
    Pastoren: 40 Punkte
    Mitarbeitende in der Kirchenmusik: 12 Punkte (Mühlenweg)
    Mitarbeitende im diakonisch-pädagogischen Dienst: 15 Punkte
    (Drews, Hinz, Villinger) Mitarbeitende in der Verwaltung: 9 Punkte (Schlichting, Vahland)
    Küsterinnen: 1 Punkt (Gerdes)
    Unser Ist-Stand beträgt also insgesamt 77 Personalpunkte. Für den einen überzähligen Personalpunkt zahlen wir 4.000 Euro, die mit der Schlüsselzuweisung für 2018 bereits verrechnet worden sind. In den uns zustehenden 76 Personalpunkten sind insgesamt 8 Sonderpunkte enthalten, die wir je zur Hälfte für den Bereich der Kirchenmusik und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen von der BEK unter Auflagen erhalten haben. Wir müssen also nachweisen, dass die gewährten Sonderpunkte einen Beitrag für die Kirchenmusik und die Jugendarbeit in der Region des Bremer Südens leisten.
    Darüber hinaus haben wir natürlich noch weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die MitarbeiterInnen des Kindertagesheimes und des Simon-Petrus Kindergartens können wir hier ausnehmen, da sie beim Landesverband angestellt sind. Es verbleiben also noch unsere Spielkreismitarbeiterinnen (Klauer-Böhrnsen, Reupke, Opilski). Deren Stunden werden uns durch die BEK in Rechnung gestellt und überwiegend durch die Beiträge der Eltern gegenfinanziert. Die Stunden unseres Raumpflegepersonals (Knie, Rippe, Gerdes, Kienast) sind unabhängig davon und orientieren sich an der durch die BEK erfolgten Bedarfsberechnung. Die Personalkosten unserer der Mitarbeiterinnen im Kirchhofsbüro (Gille, Rosemeyer) werden vollumfänglich durch die Gemeinde finanziert. Es verbleiben noch unsere Organistin, Frau Na, deren Stunden ebenfalls durch die Gemeinde finanziert werden und Falko Wermuth, dessen ½ Stelle für populare Kirchenmusik gerade zum 1. Juli dieses Jahres entfristet wurde und die zu 100 % durch Spenden finanziert wird. Wir sind die erste Gemeinde in Bremen, die die Stelle eines Pop-Kantors überhaupt geschaffen hat.
    Die Finanzierung unseres Pop-Kantors ist ans Laufen gekommen und das Spendenaufkommen ist gut, aber im Hinblick auf einen unbefristeten Vertrag noch längst nicht ausreichend. Wir brauchen zur Finanzierung dieser bislang ½ Stelle ca. 20.000 Euro per anno. Geworben wurde damit, dass wir 200 Spender brauchen, die monatlich 10 Euro zahlen. Wir waren bei knapp 70 Personen und sind aktuell bei knapp 50. Das ist alles andere als zufriedenstellend, zumal wir von allen Seiten zu Recht hören, wie gut die Arbeit ist, die Falko Wermuth leistet.
    Insgesamt müssen wir feststellen, dass die Personalkosten, die nicht gegenfinanziert werden, von der Gemeinde und das heißt von unserer finanziellen Substanz bezahlt werden. Das können wir uns nicht auf Dauer leisten, zumal wir unsere Substanz dringend brauchen, um damit Erträge zu erwirtschaften, die wir für unsere Arbeit benötigen.
  • Personelle Veränderungen
    Im letzten Quartal des vergangenen Jahres ist unsere langjährige Buchhalterin, Frau Oelsner, in den Ruhestand getreten. Ihr Arbeitsbereich wurde von unserer Arster Sekretärin, Frau Schlichting, die für buchhalterische Aufgaben entsprechend qualifiziert ist, übernommen. Ebenfalls in den Ruhestand gegangen ist unsere langjährige päd. – diakonische Mitarbeiterin Frau St. Luce. Ihre Stelle konnte mit Frau Hinz qualifiziert besetzt werden. Frau Wesseler-Kühl, die Leiterin des Kindertagesheimes wird im Spätsommer in den Ruhestand gehen. Frau Nee, ihre designierte Nachfolgerin steht schon in den Startlöchern. Zum Ende des Jahres wird auch Frau Mühlenweg in den Ruhestand gehen. Derzeit befinden wir uns im Bewerbungsverfahren. Insgesamt 3 KandidatInnen bewerben sich um ihre Nachfolge. Sowohl mit Frau Wesseler-Kühl als auch mit Frau Mühlenweg gehen im Hinblick auf beide Arbeitsbereiche Ären zu Ende. Gleichzeitig freuen wir uns auch auf die Impulse, die von den Neuen ausgehen werden.
  • Gebäude
    Unser Gebäudebestand ist ein großer Schatz, aber nicht nur. Die Unterhaltungskosten sind ein Problem, das dadurch gelöst werden soll, dass der Gebäudebestand reduziert wird. Der Kirchentag der BEK hatte beschlossen, sich insgesamt von einem Drittel der Gebäude mittelfristig zu trennen. Dieser Beschluss betrifft auch unsere Gemeinde. Für das Jugendhaus haben wir im Jugendausschuss ein Nutzungskonzept entwickelt und es der BEK vorgelegt. Gleiches galt für das Arster Gemeindehaus. Die Idee, dort in Zusammenarbeit mit dem Verein für Innere Mission einen Standort für ambulante Pflege aufzubauen, mussten wir nach langer Wartezeit vor kurzem begraben, weil der Verein für Innere Mission sich aus diesem Projekt zurückgezogen hat, so dass es nicht weiter verfolgt werden konnte. Auf dem Kirchentag im Mai dieses Jahres wurden den Gemeinden analog zu einer Ampel entsprechende Farben zugeordnet, die Auskunft darüber geben, in welchem Umfang die Gemeinden ihre Hausaufgaben, nämlich Rückbau des Gebäudebestandes um ein Drittel erledigt haben. Wir sind mit der Farbe „gelb“ versehen worden. Wir müssen also entscheiden, was wir mit unseren Gebäuden tun. Zwei Szenarien sind zeichnen sich ab:
    a) Gebäudebestand behalten – bei gleichzeitiger Verpflichtung, dauerhaft alle Unterhaltungskosten zu tragen. Ohne eine substantielle Erhöhung unserer Einnahmen ist das dauerhaft nicht zu leisten.
    b) Gebäude als Folge eines entsprechenden Nutzungskonzeptes für den verbleibenden Gebäudebestand verkaufen. Sollten wir uns für einen Verkauf entscheiden, müssen wir aber wissen, dass die BEK den Verkaufserlös bekommt. Bei einem Verkauf würde die Gemeinde durch die BEK finanziell in der Gestalt belohnt werden, dass die Kosten für mögliche Neubauten, Sanierungen oder Renovierungen übernommen werden.
    Hinsichtlich der Gebäudefrage müssen wir zeitnah zu einer Lösung kommen – die gelbe Karte mahnt uns, natürlich auch unter Einbeziehung des Grundstückes „In der Tränke 20“ (ehemaliges Wohnhaus von Hans Asmuth).
    Pastor Lohse wurde von der BEK aufgrund seines Schlaganfalls von der Präsenspflicht befreit und wird aus dem Pfarrhaus in der Staustraße im Sommer dieses Jahres ausziehen. Was mit dem Gebäude geschieht und in welcher Form es für die Gemeinde erhalten bleibt, das wird dann in der Gemeindevertretung diskutiert und entschieden werden.
    Hinzu kommt, dass die sogenannte „kleine Baupflege“ zukünftig abgeschafft wird. Das betrifft Reparaturen in einer Größenordnung bis 1.000 Euro. Diese „kleinen“ baulichen Unterhaltungskosten sind zukünftig von der Gemeinde allein zu tragen. Damit das gelingt, sind wir verpflichtet, 15% der aus diesem Grund erhöhten Schlüsselzuweisung der BEK in die Rücklagen einzustellen. Es ist gut, dass wir sowohl in Arsten als auch in Habenhausen jeweils über ca. 40.000 Euro Rücklagen verfügen – angesichts der anstehenden Sanierungsmaßnahmen in Habenhausen und der Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik in der Arster Kirche werden diese Reserven aber spürbar schmelzen.

    Wir freuen uns sehr, dass die Bremische Evangelische Kirche, die nicht mehr in den Krippenausbau investieren wollte, sich entschieden hat, in Habenhausen eine Krippe zu errichten. Damit trägt die BEK dem Umstand, dass es einen erhöhten Bedarf an Krippenplätzen gibt aufgrund des abgeschlossenen Baugebietes im Deichland und des großen Neubaugebietes am Werdersee zwischen Habenhausen und Huckelriede, Rechnung.  Die Einrichtung der Krippe,  die im Gemeindezentrum Habenhausen entlang der oberen Etage über dem Sekretariat und dem Schwesternzimmer untergebracht werden wird, soll ihre Arbeit im Februar nächsten Jahres aufnehmen. Mit dieser Einrichtung wird sich auch das vorhandene Raumangebot verkleinern.  Das betrifft neben anderen vor allem den Jugendraum und den Bastelraum. Auch auf diese Veränderungen werden wir mit einem entsprechenden Nutzungskonzept antworten müssen. Mit der Errichtung der Krippe in Habenhausen haben wir dann in jedem Ortsteil eine Krippe, die fester Bestandteil des Kindergartens Simon-Petrus bzw. des Kindertagesheimes St. Johannes ist.

    Weniger Freude bereitet uns die Zeit, die verstreicht, bis die teilweise dringlichen Renovierungsmaßnahmen an unseren Gebäuden durchgeführt werden. Das ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass die Bauabteilung der BEK sich nicht nur um unseren Gebäudebestand kümmern muss. Die umfänglichen Renovierungsmaßnahmen betreffen Arsten und Habenhausen gleichermaßen, dabei hat Habenhausen aktuell klare Priorität. Im Simon-Petrus Gemeindezentrum sind zeitnah Sanierungsmaßnahmen nötig, um ein dramatisches Anwachsen der Kosten zu vermeiden. Unsere Hoffnung ist, dass alles was das Gemeindezentrum in Habenhausen betrifft im Zuge des Krippenneubaus „mit erledigt wird“. Ohne eine entsprechende finanzielle Beteiligung von unserer Seite wird das aber nicht gehen. In  Arsten gibt es akuten Handlungsbedarf in der Bibliothek des Gemeindehauses. Dort ist das große Fenster undicht. Und die Arster Kirche hat nach erfolgter Sanierung immer noch ein Feuchtigkeitsproblem, das wir bisher noch nicht in den Griff bekommen haben.
  • Geldanlagen
    Das Barvermögen der Gemeinde ist angelegt. Dabei wurde darauf geachtet, dass es eine Verteilung von 70:30 gibt, d.h. 70% sind in Rentenpapieren angelegt und 30% in Aktien. Das ist üblich. Wir waren von unserer Hausbank, der Sparkasse, aufgefordert worden, uns von einem Stiftungsfond zu trennen, weil die Gesamtentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Das haben wir zum Anlass genommen, um über eine Neuanlage nachzudenken. Gleichzeitig sollte auf das Kapital, das auf Sparbüchern liegt, wegen der geringen Zinsen, anders angelegt werden. Und schließlich haben wir entschieden, unsere Liquidität auf das benötigte Maß herunterzufahren und die dadurch ebenfalls freiwerdenden Mittel anzulegen. Der Finanzausschuss hat dazu ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Das Kapital soll überwiegend in Fonds angelegt werden, die auf Nachhaltigkeit angelegt und die zudem ethisch vertretbar sind. Hier zu einer vernünftigen und vertretbaren Risikoabwägung zu kommen, die gleichzeitig einen entsprechenden Ertrag generiert, ist nicht so einfach. Hinzu kommt, dass wir verpflichtet sind, verantwortlich mit den uns anvertrauten Pfründen umzugehen. Die sicherste Kapitalanlage ist nach wie vor eine Investition in Grund und Boden. Aktuell scheidet das aber wegen der restlos überhöhten Immobilienpreise aus. Wie Sie sehen, gibt es im Hinblick auf das vom Finanzausschuss erarbeitete Konzept noch Diskussionsbedarf im Kirchenvorstand.
  • Öffentlichkeitsarbeit
    Wichtige Säulen unserer Öffentlichkeitsarbeit sind unser Gemeindebrief und unsere Homepage. Unser Gemeindebrief wird gelesen und erfreut sich hoher Akzeptanz, was an einem nach wie vor hohen Spendenaufkommen gut abzulesen ist. Was unsere Homepage angeht, so hat eine Analyse der Nutzerdaten gezeigt, dass die meisten Zugriffe, nämlich 45%, auf unsere Homepage durch Handys erfolgt. Bislang verfügt unsere Homepage aber nicht über eine optimierte Handy-Nutzungsmöglichkeit. Viele Menschen, die sich auf unserer Homepage umsehen, finden den Zugang zu ihr über die Facebook-Seite der Simon-Petrus Kirche. Eine baldige (!) Neugestaltung der Homepage, die den technischen Erfordernissen Rechnung trägt, ist in der Planung.
    Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang zurückkommen auf unsere Gebäude. Die „Gebäudefrage“ ist eine, die die Gemeinde als ganze betrifft und angeht. Hier sollten wir alle technischen Möglichkeiten nutzen, um einen Diskussionsprozess zu starten und eine breite Beteiligung daran zu ermöglichen. Gleiches gilt für die Aufgabe, die benötigten Spenden für die Arbeit unseres Pop-Kantors zusammenzubringen. „Better-place-org“ ist hier nur eine von verschiedenen Möglichkeiten, die das Internet bietet. Insgesamt geht es auch hier darum, die verschiedensten Kommunikationskanäle zu nutzen, um auch darüber Beteiligung und dadurch Bindung aufzubauen. Das ersetzt den persönlichen Kontakt auf keinen Fall, könnte aber helfen, ihn vorzubereiten.
  • Blick in einige Arbeitsbereiche
    Auch wenn die Spielkreise im Vergleich zu unseren Krippen nicht ganz so stark nachgefragt sind, so können wir doch sagen, dass die Spielkreise in Arsten und Habenhausen für das kommende Spielkreisjahr aufgrund der guten Anmeldesituation voll sind.
    Frau Diakonin Hinz gestaltet die Arbeit mit den Kindern über Projekte, wie zum Beispiel die „Kinderwerkstätten“. Jede Werkstatt ist zeitlich befristet und hat ein eigenes Thema.
    Das neue Konfimandenunterrichtsmodell „Konfi3“ befindet sich in der 2. Auflage und etabliert sich als ein weiteres Unterrichtskonzept für jüngere Kinder. Das Musikprojekt, das Pastor Lohse in Zusammenarbeit mit Falko Wermuth und Frau Na im ersten Jahr des Konfirmandenunterrichtes anbietet, wird zielgerichtet nachgefragt. Werner Drews und ich bieten nach wie vor den klassischen Konfirmandenunterricht für beide Ortsteile an. Und auch dieses Modell wird nachgefragt, wenngleich die Anmeldezahlen stetig sinken. Vielleicht müssen wir aber für den „klassischen“ Konfirmandenunterricht auch noch ein alternatives Modell entwickeln, in dem wir mit dem Unterricht später anfangen, z.B. wenn die Jugendlichen 16 oder 17 Jahre alt sind.
    Gut angenommen von Jugendlichen werden die Segelfreizeiten in den Osterferien. Die Angebote für Sommerjugendfreizeiten sind offensichtlich nicht so attraktiv, dass sie angewählt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass es ein Angebot ist, das sich an Konfirmierte richtet. Es wird überlegt, solche Sommerfreizeiten als festen Bestandteil des Unterrichtes in die Konfirmandenzeit zu legen – auch um im Rahmen solcher Freizeiten stärkere Bindung aufzubauen als es im normalen Unterricht möglich ist.
    Die klassische Kinderchorarbeit dümpelt vor sich hin. Hier erwarten wir vom neuen Stelleninhaber, der neuen Stelleninhaberin frischen Wind. Unsere Bands und der Gospelchor „Gospels & More“ haben nicht nur in unserer Gemeinde einen guten Namen. Unvergessen sind die Aufführungen des Luther-Pop-Oratoriums, das weitgehend mit eigenen Bordmitteln auf die Beine gestellt wurde. Das nächste Großprojekt „Martin-Luther-King“ ist in der Planung. Die Kantorei arbeitet an einem großen Konzert, das Ende November stattfindet und mit dem sich unsere langjährige Kantorin, Frau Mühlenweg, dann in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden wird. Aber abgesehen von solchen Events und von besonderen Gottesdiensten, in denen die musikschaffenden unserer Gemeinde mitwirken, wünschen wir uns eine regelmäßigere Beteiligung der Band, des Gospel Chores, der Kantorei und der weiter zu entwickelnden Kinderkantorei in unseren ganz normalen sonntäglichen Gottesdiensten.
  • Gottesdienst
    Der Anrufungsteil in unseren Gottesdiensten versprüht wenig Lebendigkeit und wird von allen Beteiligten als ein zunehmendes Problem empfunden. Aber einfach darauf verzichten wollen wir auch nicht. Wir wollen den Anrufungsteil so verändern, dass die Gemeinde sich aktiv daran beteiligt und diesen Anrufungsteil nicht nur über sich „ergehen“ läßt. Aus diesem Grund haben wir einen Workshop mit Prof. Deeg zum Anrufungsteil durchgeführt. Dabei haben wir viele wertvolle Impulse erhalten, mit denen jetzt im Gottesdienstausschuss weitergearbeitet wird.
    Im Hinblick auf den Gottesdienst möchten wir mittelfristig das Angebot von Familiengottesdiensten ausweiten. Ferner gibt es die Idee, es in der Adventszeit in Habenhausen einmal mit veränderten Gottesdienstzeiten zu versuchen.
  • Asylarbeit
    Viele Menschen sind auf der Flucht nach Europa umgekommen. Unsere Gemeinde wird am 3. Juni auf unserem Friedhof eine Gedenkstätte einweihen, die auf dem Weg zu uns gestorben sind. Diese Gedenkstätte ist ein Ausdruck der Erinnerungskultur. Sie soll der Trauer Raum schaffen und damit einen Beitrag zur Integration leisten. Angestoßen wurde diese Idee durch den Asylkreis unserer Gemeinde, der sich seit vielen Jahren um Flüchtlinge kümmert. Aber es geht nicht nur darum, der Trauer Raum zu geben, sondern auch dem Leben. Im Arster Gemeindehaus hat eine syrische Familie, Frau Youssef, mit ihren Kindern ein erstes Zuhause gefunden. In Habenhausen ist ein junger Ägypter, Herr Elbwishi, im Kirchenasyl, um ihn auf diese Weise vor einer drohenden Abschiebung zu schützen.
  • Stiftung
    Die Gemeindestiftung Arsten-Habenhausen kann ihren Kapitalstock stetig, wenn auch langsam, erhöhen. Es wird noch dauern, bis wir die Besuchsarbeit komplett aus den Erträgen der Stiftung finanzieren können. Aber immerhin leistet sie einen kleinen Beitrag zur Finanzierung der Stelle von Frau Villinger, die die Besuchsarbeit verantwortet.
  • Schaffergesellschaft und Johannesbrot
    Beim Habenhauser Schaffermahl wurde dieses Jahr weit über den Bremer Tellerrand hinausgeblickt. Es ging um das Verhältnis zwischen Bremen und den USA. Und natürlich werden am Ende der Veranstaltung immer Spenden eingesammelt. Seit vielen Jahren unterstützt die Habenhauser Schaffergesellschaft kirchliche, kulturelle und soziale Projekte – in Habenhausen, aber auch in Arsten.

Neben dem Habenhauser Schaffermahl hat sich das Johannesbrot in Arsten als eine ähnlich gelagerte Veranstaltung etabliert. Das Johannesbrot nimmt Bezug auf Johannes den Täufer, den Namensgeber unserer Arster Kirche und wird in der Nähe des Johannestages (24. Juni) gefeiert. In diesem Jahr geht es um die Frage, welche Werte für mich gelten. Die Spenden, die erbeten werden, kommen der Gemeindestiftung zugute.

 

Pastor Rolf Schlieper (Vorsitzender des Kirchenvorstandes)