Kirchenfenster

Beschreibung der Simon-Petrus-Fenster (Nordfenster)

Betritt man die Kirche durch das Foyer von Süden her, sieht man drei recht große Fenster an der dem Eingang gegenüberliegenden Nordseite der Kirche. Im ursprünglichen Entwurf des Architekten waren diese Fenster nicht vorgesehen. Erst auf Betreiben der damaligen Habenhauser Pastorin, Frau Drephal, wurden sie vom Architekten geplant, um die Möglichkeit des Einbaus „bunter Kirchenfenster“ zu gewährleisten.

Die Grundfarben der Simon-Petrus-Fenster sind blau und weiß. Sofort fällt der große Kreis auf, der alle drei Fenster zu einer Einheit zusammenbindet. Er bildet sich aus kleinen Brocken von Lavagestein, das die Künstlerin zwischen zwei Verbundglasscheiben, teilweise auch auf die Außenseite geklebt hat. Die Fenster wirken wie ein Prisma, weil auch um den Gesteinskreis herum verschiedene Materialien, vor allem Glasscheiben, aber auch Gehäuse von Muscheln und Meeresschnecken, präparierte Krebsscheren, Holzstücke, andere organische und anorganische Fragmente wie zufällig, in Wirklichkeit aber höchst absichtsvoll komponiert, zwischen die äußeren Glasscheiben geklebt oder gelegt sind und das Licht in unterschiedlicher Intensität durchscheinen lassen. Obwohl zum Norden hin gelegen und fast nie von direktem Sonnenlicht beschienen, wirken die Fenster wie ein Lichtmagnet, als ob sie Licht bündelten. Formal unterscheiden diese Fenster sich sehr von herkömmlichen Kirchenfenstern. Sie wirken eher wie eine lichtdurchlässige Skulptur, als wie traditionelle Kirchenfenster.

Jens Lohse

 

 

 

 

 

 

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