Habenhauser Schafferkonzerte

Simon-Petrus-Kirche

Habenhauser Schafferkonzerte

Saison 2022/2023

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Jeden vierten Freitag im Monat um 20 Uhr.

Immer in der Simon-Petrus-Kirche, Habenhauser Dorfstr. 42.

 

 

In dieser Reihe erwartet die Freunde alter und neuer Musik immer wieder besondere Hörerlebnisse. Der musikalische Leiter Leonard Trommel sorgt für abwechslungsreiche und anspruchsvolle Programme.

 

 

 

 

 

 

 

27. Januar 2023

Marsyas Baroque
À Nouveau - Dieupart & Bach

Suiten von Francois Dieupart und J.S. Bach.

Paula Pinn - Blockflöten
Maria Carrasco Gil - Violine
Konstanze Waidosch - Cello
Sara Johnson Huidobro - Cembalo

 

Das mehrfach preisgekrönte Ensemble Marsyas Baroque spielt schwerpunktmäßig virtuose Musik des 17. und 18. Jahrhunderts auf Originalklanginstrumenten. Es konzertiert regelmäßig auf nationalen und internationalen Bühnen und ist auf zahlreichen Festivals, wie etwa den Thüringer Bachwochen, dem Trigonale Festival oder dem Festival Winter in Schwetzingen zu erleben.

1701 erschienen die sechs Suiten des französischen Komponisten Francois Dieupart, mit der besonderen Hinweis, dass sie entweder auf dem Cembalo allein oder aber begleitet von Melodieinstrumenten gespielt werden können. Marsyas Baroque setzt in seinem Programm "Dieupart & Bach. À nouveau" die konzertierende Version der Suittes de Clavessin um. Johann Sebastian Bach besaß einige Werke Francois Dieuparts, und es ist sehr wohl möglich, dass Dieuparts Suittes de Clavessin als Vorbild für Bachs Englische Suiten gedient haben. Die Ähnlichkeiten, die es zwischen den Suiten Dieuparts und Bachs gibt, haben das Ensemble dazu inspiriert, einige der Bachschen Suiten nach Dieuparts Vorbild ebenfalls für ein Instrumentalensemble zu transkribieren und somit diesen altbekannten Werken einen neuen Höreindruck zu verleihen.

www.marsyasbaroque.com

 

24. Februar 2023

Duo Pohádka

Werke von Schumann, Bridge, Barber und Britten

Johannes Krebs - Cello
Lydia Hammerbacher - Klavier

Mehrere Aufnahmen der umfangreichen Diskographie von Johannes Krebs wurden für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den Opus Klassik nominiert. Er spielt auf einem prachtvollen Cello von Carlo Antonio Testore, Mailand 1746. Bereits seit zehn Jahren ist Lydia Hammerbacher die Pianistin des Klaviertrios Axis, später Manuk, mit dem sie im Jahr 2014 mit dem 1. Preis des Wettbewerbs „Riviera Etrusca 2014“ in Piombino (Italien) in der Kategorie „Kammermusik“ ausgezeichnet wurde. Sie arbeitet und lebt mit ihrer Familie in Bremen. Krebs und Hammerbacher geben durch die Gestaltung feinster Details jedem der vier großen Werke ihren eigenen Charakter und Stil.


Das Duo Pohádka stellt in seinem Programm in Deutschland selten gehörte Meisterwerke von drei Komponisten aus dem englischen Sprachraum vor. Kombiniert mit dem Adagio und Allegro Robert Schumanns führt das Konzert von der Romantik in die Moderne. Langsam und mit innigem Ausdruck nimmt Schumanns Adagio und Allegro die HörerInnen mit in seine musikalischen Ideen, die in ein wildes rasch und feurig führen. Mit innigen und intimen Passagen beginnt auch Frank Bridge, britischer Komponist des 20. Jahrhunderts, in seiner Sonate für Cello und Klavier in d-moll. Bei schwelgenden Melodien im Cello und einer beinahe orchestralen Begleitung im Klavier ist die Moderne in nicht greifbaren Harmonien spürbar, während gleichzeitig der Impressionismus in perlenden Akkordbrechungen des Klaviers anklingt. Rhythmisch, pulsierend und fordernd beginnt der Amerikaner Samuel Barber seine Sonate op. 6. Das 1932 entstandene Werk in drei Sätzen führt die bei Bridge anklingende Moderne weiter. Benjamin Britten ließ sich von seinem berühmten Musikfreund Mstislaw Rostropowitsch zur Sonate in C-Dur inspirieren. In fünf kurzen, einfallsreichen und phantasievollen Sätzen wird vom Wesen und der Art des Cellisten erzählt.

 

24. März 2023

Anna Markova Solo

Werke von J.S. Bach, A. Khachaturian, E. Ysaÿe, F. Kreisler u.a.

 

Anna Markova wurde in Kasachstan geboren und ist in Weißrussland aufgewachsen. In Minsk hat sie das Staatliche Musikkolleg für besonders begabte Kinder und das Staatliche Konservatorium besucht. Ihr Debüt als Solistin mit Orchester hatte sie im Alter von 13 Jahren. In Bremen hat sie an der Hochschule für Künste das Studium Historische Aufführungspraxis bei Prof. Thomas Albert (Barockvioline) und Thomas Klug (Violine), und Violine bei Prof. Katrin Scholz mit Auszeichnung absolviert. Anna Markova ist Preisträgerin mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe. Regelmäßig wirkt sie weltweit bei verschiedenen Orchesterformationen als Orchestermitglied, Konzertmeisterin oder Solistin mit. Solistisch führte sie Konzerte von Komponisten wie A. Glasunow, P. Tchaikowskij, W.A. Mozart, L.v. Beethoven, F. Mendelssohn, H. Vieuxtemps und A. Khachaturian auf. Ihr Spiel und ihre musikalische Persönlichkeit zeichnen sich durch Präzision, Leidenschaft und Stilsicherheit aus.

Anna Markova bereitet dem Zuhörer einen Querschnitt der unbegleiteten Solo-Literatur für Violine. Die von ihr ausgewählten Kompositionen gehören zweifelsohne zu den großen Werken jener Gattung.

J.S. Bach ist wohl derjenige, der diese Tradition zu einem ersten barocken Höhepunkt geführt hat. Eugène Ysaÿes Solowerke, stilistisch eher dem Impressionismus zuzuordnen, sind ein weiteres Highlight. Seine Sonate Opus 27 fängt mit einer "Obsession", einem Bach-Zitat, an. Fritz Kreislers hochvirtuoses Recitativo und Scherzo-Caprice ist stilistisch vollblutig romantisch und gleichzeitig leichtfüßig humorvoll. Von ganz anderem Kaliber ist der ergreifende Sonaten-Monolog von Aram Khachaturian - ein dramatisches und ausdrucksstarkes Werk der Moderne. 

Beethoven - Violin Concerto (+encore) / Anna Markova, Copenhagen Soloists, Jonathan Ofir - YouTube