Kurzgeschichten

Der sprechende Burger

 

Es wurde einmal ein ganz besonderer Burger in der Küche eines Restaurants am Stadtrand von Paris zubereitet. Diesen Burger kennt bereits die ganze Welt. Er ist berühmt wie ein Superstar auch wenn er eigentlich wie ein ganz normaler Burger aussieht. Eigentlich. Wenn man genauer hinschaut, bekommt das Fleisch ein Gesicht und der Käse auch. Alles Bestandteile des Burgers beginnen zu wachsen und bekommen Gesichter. Das Fleisch heißt eigentlich Bettina, aber weil es auch ohne Haare aussieht wie ein Junge, wird es von allen „Beta“ genannt und auch als Junge bezeichnet. Der Käse heißt Jim und der Salat heißt Lamon. Am berühmtesten von allen sind die beiden Zwiebelscheiben. Sie werden von allen die Zwiebelzwillinge genannt und heißen Igo und Tina. Sie sind aber nur so berühmt, weil sie den Burger immer vor dem Aufessen beschützt haben. Dann fehlt nur noch das Brötchen, genaugenommen die zwei Brötchenhälften. Die obere Hälfte heißt Brutus und die untere Hälfte heißt Shawn.

So jetzt sind alle vorgestellt und wir können mit dem ersten Abenteuer, das der lebendige Burger erlebt hat, beginnen. Der Burger war auf einen Teller gelegt worden und wurde durch das Restaurant getragen:

„Wie ist die Sicht von da oben Brutus?“, fragte Shawn aufgeregt. „Die Sicht ist ganz gut aber wir steuern auf einen Mann zu der sehr hungrig aussieht.“ „Oh, nein!“, Beta brach in Tränen aus. „Ich bin noch zu jung um zu sterben!“ „Oh, doch nicht, warte mal kurz. Der Mann ruft dem Kellner etwas zu. Jetzt drehen wir um und laufen zurück in die Küche.“ „Heißt das, er mag uns nicht?“, riefen die Zweibelzwillinge empört. „Das heißt dass wir den Ketchup vergessen haben!“, rief der Majo von der Seite. „Ah gut.“, sagte Tina. „Eine Minute länger leben.“ „Was ist gut?“, fragte der Ketchup der auf einmal neben dem Majo lag. „Wo kommst du denn her?“, fragte Jim überrascht. „Aus der Tube!“, feixte der Ketchup. „Leute, Themawechsel!“, rief Beta. „Wir werden gleich verspeist!“ „Wieso? Ich find’s gut.“, sagte Jim. „Ich will sowieso lieber sterben als mit euch weiterzuleben.“ „Unser Leben hat doch gerade erst angefangen.“, rief Shawn von unten. „Genau!“, sagte Lamon. „Ach, hört doch auf. Streiten bringt nichts!“, sagte Jim. „Leute, wir haben ein Problem!“, rief Brutus plötzlich und starrte mit offenem Mund nach vorne. Vor ihnen saß ein grimmiger Mann der sehr hungrig aussah. Schon griffen die Hände nach dem Besteck. „Hey Leute, die Hände haben Hunger“, sagte die Gabel. „Das sind nicht wir!“, riefen die Hände empört. „Ey, Leute! Seit wann können die auch reden?“, fragte Beta ängstlich. „Das ist gerade unsere kleinste Sorge, Beta!“, rief Jim. „Brutus wird angegriffen.“ „Ahh, Hilfe!“, rief Brutus. Plötzlich schossen zwei Zwiebelscheiben dem Mann entgegen und landeten auf den Augen des Mannes. Der Mann schrie laut auf und schleuderte die Zweibelscheiben durch die Luft. „Ahh, helft uns!“, rief Igo. „Schon erledigt.“, sagte der Ketchup und sprang vom Teller. Mit einem lauten Platsch landete er auf dem Fußboden. „Poa, die sollten hier mal wieder sauber machen.“, beschwerte er sich. „Hilfst du uns jetzt oder nicht?“, fragte Tina. „Sorry, das war leider nötig. Warte ich nehme dich Huckepack.“ „Wenn du meinst.“, sagte Igo misstrauisch und sprang dem Ketchup auf den Rücken. Es machte laut platsch und der Ketchup war platt wie eine Briefmarke. „Bist du verrückt?“, schimpfte der Ketchup. Wie hätte ich es denn sonst machen sollen?“, fragte Igo. „Keine Ahnung. Du willst schließlich gerettet werden.“, sagte der Ketchup. Tina lachte. „Was ist denn jetzt schon wieder so lustig?“, fragte Igo. „Nichts.“, sagte Tina und verstummte. „Majo, kommst du?“ „Was willst du denn jetzt mit dem Majo?“, fragte Igo. Doch da war er schon da. Mit einem lauten platsch landete er auf dem Boden. „Wow, und was hast du jetzt vor?“, fragte Igo. „Leute, ich sag’s nur ungern, aber der Kellner kommt“, sagte Beta. „Mist.“, sagte der Majo. „Wieso Mist? Wir werden endlich gerettet!“, sagte Shawn. Der Kellner kam, hob die beiden Zwiebelscheiben auf und nahm den Teller mit dem Burger mit in die Küche. Verdutzt sahen der Majo und der Ketchup dem Kellner hinterher. „Der lässt uns einfach alleine.“, sagte der Ketchup traurig. „Ich fasse es nicht.“, sagte auch der Majo etwas geknickt. „Na, ja was solls, ich hüpfe ihm einfach hinterher.“, sagte der Majo. „Du lässt mich hier einfach alleine?“, fragte der Ketchup und begann zu schluchzten. „Nein, ich habe schon einen Plan, wie du auch wohlbehalten in die Küche kommst.“ „Echt? Nice!“, sagte der Ketchup und war ganz aufgeregt. „Erzähl mal.“ „Also. Wenn der nächste Kellner vorbeikommt, schieb ich dich auf seinen Schuh und du kannst ganz entspannt ihn die Küche fahren während ich nebenbei her hüpfe.“ „Alles klar!“, sagte der Ketchup und sie warteten. Als der Kellner nochmal wiederkam um die Schmiererei auf dem Boden wegzumachen ging es los. Der Kellner wischte zuerst den Tisch ab. Das war die Gelegenheit. Langsam schob der Majo den Ketchup an. Das war aber sehr schwierig, denn der Ketchup war aus irgendeinem Grund platt. Als der Ketchup bequem aber immer noch platt auf dem Schuh des Kellners lag mussten sie nur noch warten bis es wieder in die Küche ging. Gerade hatte der Kellner den Tisch abgewischt. Er bückte und stutzte. Er rieb sich die Augen und schaute verdutzt drein. Er schaute noch eine Weile nachdenklich auf den Boden doch dann ging er Richtung Küche. Der Majo hüpfte neben her und sah so nicht, dass der Ketchup ganz grün im Gesicht wurde. Als der Ketchup einmal würgte schaute der Majo ihn verdutzt an und fing an zu lachen. „Stell dich doch nicht so an. Das ist wie Achterbahn fahren!“ Der Ketchup antwortete nicht. Als sie in der Küche waren blieb der Majo stehen und sprang auf den Schuh wo der Ketchup saß und stupste ihn vom Schuh und sprang hinterher und sagte: „Hey, wir sind gerettet!“ Alle waren froh wieder zusammen in der Küche und nicht verspeist worden zu sein.